Therapieverlauf

Die Behandlung wird folgendermaßen durchgeführt:
 
Auf das betroffene Gelenk wird ein Ultraschallgel aufgetragen. Der Ultraschallkopf des Stoßwellengerätes wird darauf angekoppelt und genau positioniert. Auf dem Ultraschallmonitor kann die Position der eintreffenden Stoßwelle gesehen werden. Der Patient hält den Auslöser für den Stoßwellengenerator in der Hand und löst durch fortlaufendes Drücken eine Serie von Impulsen aus. Durch Loslassen des Generators kann er die Therapie jederzeit sofort abbrechen.
 
Für den Behandlungserfolg ist es sehr wichtig, dass die Impulse genau auf den Schmerzpunkt treffen und somit auch die Schmerzen auslösen, die durch die sonst alltäglichen Bewegungsabläufe hervorgerufen werden. In der Regel werden die während der Therapie hervorgerufenen Schmerzen nach ca. 500 Impulsen schwächer, so dass der Patient unter Umständen den Punkt mit der größten Schmerzempfindlichkeit neu finden und einstellen muss. Die ständige Kontrolle durch den behandelnden Arzt ist gewährleistet.
 
Die Therapie wird je nach Indikation in wöchentlichem Abstand mit 1500-3000 Impulsen pro Behandlungssitzung durchgeführt. Die Anzahl der Behandlungen hängt davon ab, wie der einzelne Patient auf die Stoßwellen-Therapie anspricht und wie lange die Schmerzen schon bestehen.
 
Nach den ersten Therapiedurchgängen kann es vorübergehend zu einer gesteigerten Empfindlichkeit des behandelten Gelenks kommen, d. h. der Patient empfindet mehr Schmerzen. Diese erhöhte Schmerzempfindlichkeit ist nach der dritten bis vierten Therapie wieder rückläufig. Meist zeigt sich dann eine veränderte Schmerzqualität: Der Schmerz wird nicht mehr als stechend und einschießend empfunden, sondern als dumpf ausstrahlend und ziehend. Diesem Wechsel folgt in den meisten Fällen eine deutliche Schmerzminderung. 
 
In der Regel kann nach fünf Behandlungen anhand des Schmerztagebuches ein Schmerzrückgang nachgewiesen werden. Ein Therapieerfolg im Sinne einer erzielten Schmerzfreiheit nach der fünften Behandlung kann nicht garantiert werden. Eine Minderung des Schmerzes wird durchaus als Therapieerfolg gewertet.